Acht Brücken (4): Gelungen aber leider wenig bekannt

Sein letztes öffentliches Training in Köln: Lukas Podolski (2. v. r.) am 2. Mai beim FC

Sein letztes öffentliches Training in Köln: Lukas Podolski (2. v. r.) am 2. Mai beim FC

6. Mai, 13.00 Uhr – 23.30 Uhr. Am Tag nach dem Abstieg des 1. FC Köln aus Liga 1 – und dem letzten Spiel von Lukas Podolski beim FC – schlägt das Wetter nicht nur den Fußballfans aufs Gemüt.

"Postcard from Heaven"

"Postcard from Heaven"

Es regnet aus einem bleigrauen Himmel auf die Stadt, in der es mit 12 Grad Celsius auch viel zu kalt ist für einen Sonntag im Mai. Typisches “Museumswetter” also, nicht ungelegen für den eintrittsfreien „Tag rund um John Cage“ in der  Philharmonie. Es gibt Musik im großen Saal und in allen Nischen und Ecken des Baus: ein letzter Höhepunkt des heute endenden, gelungenen Acht Brücken Festivals 2012.

Zuhörer bei "Postcard from Heaven"

Zuhörer bei "Postcard from Heaven"

Bis ins angrenzende Museum Ludwig hat sich das Festival an diesem Tag ausgedehnt. Die zahlreich erschienenen Besucher drängeln sich sogar auf den Treppen, um beispielsweise das meditative „Postcard from Heaven“ intensiv zu erleben, das vom ensemble 20/21 mit neun Harfen aufgeführt wird (Leitung: David Smeyers).

Top: Neue Musik mit aktuellem Bezug

Was bleibt vom diesjährigen Acht Brücken Festival? Größtenteils sehr gute bis herausragende Konzerte haben wir erlebt. Sie wurden überwiegend von älteren Herrschaften besucht. Das nachwachsende Musikpublikum bildete meist nur eine sehr kleine Minderheit. Jüngere Leute fanden sich vor allem beim Jazz und bei Neue Musik Events, die John Cage und seine Erben bewusst in einen aktuellen Fokus rückten (z.B. „Europeras“,  Konzerte des ensemble 20/21 oder „In a large, open space“).

Geschmackssicher: Plakate und Prospekte

Von hoher Qualität die vielen, sehr kenntnisreichen und geschmackssicheren Werbe- und Print- Materialien zum Festival (Programmheft, Festival-Magazin, Prospekte, viele unterschiedliche Plakate usw.). Nur leider war davon außerhalb der Konzertorte kaum etwas zu sehen – die meisten Kölner ahnten leider nichts vom großartigen Musikfest in ihrer Stadt…

Auf ein weiteres gelungenes Festival 2013!

Text und Fotos: Harald Stoffels