Monatsarchiv für September 2010

 
 

Geburtstagsgewinner Song der Offenen Jazz Haus Schule Köln live bei Lilipuz

5 Schüler der Offenen Jazz Haus Schule Köln

Clara Sophia Klein (Gesang), Leon Schein (Gitarre), David Rachelmann (Schlagzeug), Johannes Karst (Cello, Klavier), Leonie Friedrich (Bass) (v.l.)

Dortmund 24.09.2010 - Zum zwanzigsten Geburtstag von LILIPUZ (WDR5), wurden die Gewinner des diesejährigen Kinderliederwettbewerbes “Kinderwelten”, in das Dortmunder Konzerthaus eingeladen, um dort ihre Songs der Öffentlichkeit zu präsentieren. Mit dabei war die Kölner “Offene Jazz Haus Schule”.  Die Dozenten Franz Kasper Krönig und Thorsten Neubert hatten an dem Wettbewerb teilgenommen und mit dem Titel “Irgendwas ist seltsam” gewonnen. Aufgeführt wurde dieser und ein weiterer Song (“In meinem Zimmer”, Text und Musik: Franz Kaspers Krönig) von 5 Schülern der Offenen Jazz Haus Schule. Die Gruppe, mit Sängerin Clara Sophia Klein (11) als Frontfrau, begeisterte auf Anhieb das Dortmunder Publikum. Mit diesem Auftritt haben die Schüler höchste Professionalität bewiesen. Innerhalb kürzester Zeit studierten sie zwei Lieder ein, um diese bühnenreif vor einem begeisterten Publikum aufzuführen. (hk)

Auftritt im Dortmunder Konzerthaus



Kälte nur im Kopf bei “30works”

leuchtreklame_30works_web_g.jpg Köln, 18.09.2010.- Ziemlich genau 3.000 Schritte ist das Haus Antwerpener Straße 42 von der DuMont Cigarrenfabrik in Sülz entfernt. Eine lächerliche Distanz für den gesundheitsbewussten Kunstflaneur, doch ein großer Sprung, was die Standortqualität der Kölner Galerie “30works” betrifft. Galerist Gérard Margaritis feierte den Umzug ins Belgische Viertel stilgerecht mit Schampus und Reissdorf am 18.9. – und auch jede Menge rheinischer Medienprominenz trat auf (gesichtet u.a.: RTL-Ikone Erika Berger, WDR-Wissenschaftschef Thomas Hallet und – virtuell – Kölns einziger Weltstar Udo Kier).

Als Start in die Zukunft in Top-Lage präsentierte Street- und Pop-Art-Experte Margaritis großformatige Polaroids im Style der 80er (derzeit wieder groß im Kommen). Die meisten Bildmotive entstanden in Südkalifornien, Wahlheimat der Fotografin Stefanie Schneider. Dort ist es bekanntlich stets brühend heiss, und man fürchtet sich vor germanischer Kälte: weswegen die Künstlerin, trotz spätsommerlich mildem Vernissage Abend, vorsichtshalber in Mukluks Fell Boots und Norweger Pullover auftrat. Ihre Freude an zahlreichen Art-Talks schien’s zu befördern – und so ging ein (auch geschäftlich) gelungener Abend erst gegen 1:30 Uhr Sonntag früh zu Ende! Wir wünschen Gérard Margaritis und seiner chancenreichen “30works” eine in kräftigen Pop-Farben strahlende Zukunft! (Mo-Fr 15-20 Uhr, Sa 11-20 Uhr; www.30works.com). H.S.







Wildheit und Furcht im Duisburger cubus

Duisburg, 10.9.2010 – Anfang der 80er schlief Ronald Franke neben seiner Staffelei auf einem Hochhausdach, um den Sonnenaufgang über Duisburg nicht zu verpassen. Der Direktor des Museums für Binnenschifffahrt hatte Bilder vom Hafen bestellt – und der Kunststudent aus Köln eines der großen Themen seines Malerlebens gefunden. Neben kraftvoll-lebendigen Städteansichten, meist in Schwarz, Weiss und Grautönen, die Ölfarbe mit breiten Strichen großzügig auf der Leinwand verteilt, sind industriell-romantische Flusslandschaften und dynamisch bewegte Hafenanlagen Frankes bekannteste Motive.

Dieselbe Ernsthaftigkeit des jungen Mannes, der schon anfangs nur vor dem Objekt malte, treibt den renommierten Künstler auch mit 50 noch an. Zum Beispiel war der als expressiv-gegenständlicher Stilist heute wohl führende deutsche Maler seiner Generation monatelang “live” in Köln zu erleben – bei der Arbeit an großformatigen Leinwänden am Rand lärmumtoster Verkehrsknotenpunkte der Stadt. Jetzt, im Spätsommer 2010, sieht man Franke mit dem Skizzenblock häufig im (auch nicht ganz stillen) Kölner Dom – bei Vorstudien zu kommenden Werken, über die der nach wie vor jungenhaft wirkende Künstler noch nicht spricht.